Schimmelpilzbildung in ihrem Saft

Bei der Verarbeitung Ihres Obstes wird der gewonnene Saft pasteurisiert. Dabei wird der Saft kurzfristig auf 72 - 80° C erhitzt. Dadurch werden die Nährwerte, der Geschmack und die Konsistenz vom Saft nur unbedeutend verändert. Die meisten Mikroorganismen wie Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze die den Saft verderben könnten werden dabei zuverlässig abgetötet. Denn sonst bestünde die Gefahr, dass der Saft verdirbt oder anfängt zu Gären.

Was bei diesen Temperaturen nicht abgetötet wird, sind die Sporen von Schimmelpilzen von Byssochlamys und Penicillium expansum. Diese Pilzsporen sind extrem hitzeresistent und benötigen eine Erhitzung zum abtöten von bis zu 100° C. Das wird durch unsere schonende Pasteurisierung nicht erreicht.

 

Wir erhitzten den Saft aber trotzdem nicht auf 100°C, weil bei diesen Temperaturen  enorm die Qualität und der Geschmack vom Saft leidet. Außerdem kann bei diesen Temperaturen der Saft anfangen zu gelieren bei einem höheren Pektin Gehalt vom Obst.

 

Was sind die Folgen?

Die Schimmelpilze entwickeln sich erst einige Wochen nach der Abfüllung im Beutel oder der Flasche. Es kann sich CO2 bilden, was zum Aufblähen des Beutels führen kann.

Es gibt aber auch Pilzstämme die keinen CO2 bilden und der Beutel sich also nicht aufbläht. Von daher ist das kein sicheres Zeichen das der Saft einwandfrei ist.

 

Wie kann ich erkennen, ob mein Saft betroffen ist?

- es bilden sich schleimige Fäden

- erkennbare Myzelbildung, die wie ein schwimmendes Stück Papier aussieht

- der Beutel ist manchmal aufgebläht

- beim frisch geöffneten Saft ist der Hahn verstopft

- es entsteht ein säuerlicher bis vergorener Geschmack

 

Der Saft sollte regelmäßig kontrolliert werden.

 

Hinweis

Erfahrungsgemäß muss nicht jeder Beutel betroffen sein. Ein Befall zeigt sich meistens in den ersten 3 bis 4 Monaten. Danach ist mit einer Entwicklung eigentlich nicht mehr zu rechnen.

Es besteht keine akute Gesundheitsgefahr. Trotzdem raten wir davon ab, den Saft noch zu trinken.

 

Was können die Ursachen für den Pilzbefall im eigenen Saft sein?

Die Schimmelpilze Byssochlamys  und Penicillium kommen überall in der Natur vor. Besonders am Boden ist der Pilz vielerorts vorhanden. Die Sporen finden sich zum Beispiel auf Früchten, Getreide, Gras, Heu oder Holz.

Der Pilz kann die Schale von Früchten nicht durchdringen. An beschädigten Stellen nistet er sich aber ein. Diese können durch Wespen Fraßstellen, Faulstellen, Fallstellen entstehen. Der Befall ist mit dem Auge nicht zu erkennen.

 

Wie lässt sich ein Pilzbefall vermeiden?

Eine Hygiene im gesamten Verarbeitungsprozess ist zwingend einzuhalten. Wir selber achten auf eine größtmögliche Hygiene in unserem Betrieb. Wir reinigen nach jedem Arbeitstag gründlich unsere gesamte Anlage um die Sporen abzutöten. Das Wasser im Spülbecken wird laufend mit frischem Wasser befüllt. Außerdem wird das Obst beim hochlaufen zum Schräder Kopf nochmals über eine Spülleiste mit frischem Wasser abgespült.

Für die Sauberkeit der Räume und der Maschinen sind wir verantwortlich, was wir auch gewissenhaft befolgen. Es muss aber auch das Rohmaterial einwandfrei sein. Das bedeutet, das nur möglichst sauberes Obst verarbeitet wird.

 

Verantwortlich für Ihr Obst sind Sie selbst!

Ihr zutun für einen guten Saft:

Eigentlich versteht es sich von selbst, dass fauliges Obst nicht für einen Saft verwendet werden sollte.

Bitte sortieren Sie faules Obst zu Hause, kurz bevor Sie zu uns kommen, aus. Ein längerer Kontakt mit dem Boden oder Gras sollte unbedingt vermieden werden. Fraßstellen können Sie dabei großzügig ebenfalls bei dem aussortieren herausschneiden zu Hause.

Ihr Obst sollte bei der Anlieferung frei von Gras und Erdresten sein. Denn dort ist der Schimmelpilz hauptsächlich zu finden.

Besonders anfällig für einen Befall sind Säfte mit einem geringen Säuregehalt. Das sind Birnensaft, Apfel-Birnensaft oder milde Apfelsorten.

Einen geringen Befall sind Säfte aus gemischten Apfelsorten. Also süße und Saure Sorten. Der Saft selber schmeckt meistens auch besser.

 

Ausschluss der Gewährleistung

Sollte es zu einem Schimmelbefall durch die genannten Pilze Byssochlamis oder Penicillium kommen. Ist unsere Mosterei nicht verpflichtet für einen Ersatz der Ware zu sorgen oder das Lohnendgeld zu erstatten.

 

 

Reklamationen / Beanstandungen 

Sollte trotzdem aus Ihrer Sicht Grund zur Beanstandung bestehen, bitten wir um folgendes Vorgehen:

Auch bei uns sind  Retouren wie in jedem Geschäft zu behandeln.

Bitte anrufen und einen Termin vereinbaren.

Alle zu beanstandenden Säfte sofort melden.

Bitte nicht wegkippen

und

nicht aufschneiden.

Bringt den ganzen Saft zu uns, nur so können wir auch den evtl. Grund dafür herausfinden und ein Lösung mit euch finden. 

Ungesehen ist eine evtl. Erstattung nicht möglich.